Entdecken Sie den Beaujolais
Saint Veran, Pouilly-Fuissé, Brouilly, Chiroubles, Moulin-à-Vent ... schon bei der bloßen Erwähnung dieser erlesenen Weine läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Die roten und weißen Beaujolais-Weine sind, wie es die lokalen Winzer so treffend ausdrücken, ein Produkt Himmels, der Erde und der Liebe, die man ihnen angedeihen lässt.
Im Beaujolais liegt auch das malerische Azergues-Tal, wo sich sanfte Wiesenlandschaften mit Douglasienwäldern – die ursprünglich aus Kanada kommen – abwechseln. Das älteste Exemplar steht in Claveisolles: Es ist 55 m hoch und hat einen Stammumfang von über 4 m. Im Beaujolais vert gibt es noch die Monts de Tarare: Malerische Hügel, die zu Wander-, Reit- oder Mountainbike-Ausflügen einladen.
Villefranche, die Hauptstadt des Beaujolais, ist immer für einen Stadtbummel gut. In der Rue Nationale (von den Einheimischen nur Rue Nat‘ genannt) schlägt das Herz der Stadt, gleichzeitig sind die zahlreichen Innenhöfe eine Oase der Ruhe, um dem Trubel zu entkommen. Die Stadtpalais – Gotik, italienische Renaissance – reihen sich aneinander, eines prachtvoller als das andere. Schauen Sie zur Abrundung noch bei der Stiftskirche Notre-Dame-des-Marais mit ihren fein gearbeiteten, in den Himmel ragenden Steinspitzen vorbei. Eine der ältesten Markthallen Frankreichs lädt ein, die lokale Feinschmeckertradition in vollen Zügen zu genießen. Im Musée Paul Dini gibt es noch eine Reihe regionaler Maler und Künstler – vom 19. Jahrhundert bis heute – zu entdecken.
Das im Herzen des Beaujolais gelegene Pays des Pierres Dorées gilt als die französische Toskana. Seinen Namen verdankt dieses Gebiet den ockergelben Steinhäusern, die im Widerschein der Sonne erstrahlen und diesem Landstrich seinen unwiderstehlichen Charme verleihen. Der Espace Pierres Folles lädt Sie ein zu einer wunderbaren Reise in die graue Vorzeit: Die geniale Architektur des Gebäudes – selbst eine Metapher für die geologische Beschaffenheit von Orten –, der im Jahr 1988 von Haroun Tazieff eingeweihte Geologielehrpfad und der botanische Garten lassen Sie tief in die Erdgeschichte eintauchen. Folgen Sie der Route Fleurie, der Blumenstraße, die durch die schönsten Dörfer des Beaujolais führt, und erklimmen Sie unbedingt noch die engen Gassen des mittelalterlichen Dorfes Oingt, eines der schönsten Dörfer Frankreichs ...
Wie wär‘s mit einer Erkundung auf Eselsrücken? Ein Besuch im Beaujolais heißt natürlich auch Eintauchen in die wunderbare Welt des Weins. Starten Sie im Hameau du vin, dem ersten Weinpark im Beaujolais. Gärkeller, Weinlager, Weinprobenkeller und ein ganz den verschiedenen Weinaromen gewidmeter Garten ... 30 000 m² Weinkultur pur zu entdecken. Nehmen Sie die Weinstraße des Beaujolais (140 km), die von St. Amour (im Norden) durch die Weinbaugebiete Saint-Julien, Gleizes und Pommiers und zahlreiche Dörfer bis nach Lozanne führt, um einen authentischen Eindruck von den Menschen, den Weinbergen und der Kultur dieser Region zu gewinnen. Sie können aber auch „der Traube folgen“, der Weinstraße Mâconnais-Beaujolais gekennzeichnet durch die Schilder „Suivez la grappe“: 500 km lang, 63 Städte und Dörfer, 12 mögliche Routen.